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Gerhard Roth

Gerhard Roth, geb. am 24.6.1942 in Graz, 1961-1967 Medizinstudium an der Karl-Franzens-Universität Graz. 1963 Eheschließung mit Erika Wolfgruber, mit der er drei Kinder, Eva (* 1960), Petra (* 1964) und Thomas (* 1965), hat. 1967 Abbruch des Studiums und Wechsel ins Rechenzentrum Graz, dort ab 1970 Abteilungsleiter für Organisation. 1971-1989 Mitglied des Forum Stadtpark. 1972 erscheint bei Suhrkamp die autobiographie des albert einstein als erste literarische Buchveröffentlichung. Drei Amerikareisen mit Wolfgang Bauer (1972, 1973 auch in Begleitung von Alfred Kolleritsch und 1975), eine vierte 1978 für ein Filmporträt. 1973-1978 Mitglied der Grazer Autorenversammlung. 1977 Ausscheiden aus dem Rechenzentrum Graz, lebt seither als freier Schriftsteller. Ebenfalls 1977 Wechsel von Suhrkamp zu S. Fischer und Übersiedlung in die Südsteiermark mit Senta Thonhauser, die er 1995 heiratet. 1979 einjähriger Hamburg-Aufenthalt im Rahmen des Förderprogramms „Auswärtige Künstler zu Gast in Hamburg“. 1986 Übersiedlung nach Wien unter Beibehaltung des Obergreither Domizils. 1987 Übersiedlung von Obergreith ins nahe gelegene Kopreinigg als Wohnsitz für die Sommermonate. 1989 Anmietung der Wohnung Am Heumarkt in Wien. In den späten 1980er Jahren Arbeit an dem Projekt Über Bilder. Österreichische Malerei nach 1945 aus der Sammlung der Zentralsparkasse. Bekanntschaft mit zahlreichen zeitgenössischen österreichischen Malern. 1978-1991 Arbeit an dem siebenbändigen Zyklus Die Archive des Schweigens [Bd. 1: Im tiefen Österreich (1990), Bd. 2: Der Stille Ozean (1980), Bd. 3: Landläufiger Tod (1984), Bd. 4: Am Abgrund (1986), Bd. 5: Der Untersuchungsrichter (1988), Bd. 6: Die Geschichte der Dunkelheit (1991), Bd. 7: Eine Reise in das Innere von Wien (1991)], der in der Südsteiermark und in Wien angesiedelt ist. Ab 1995 folgt der ebenso umfangreiche Orkus-Zyklus, der diverse fremde Kulturkreise in die Thematik einbezieht und die Bücher Der See (1995, Schauplatz: Neusiedlersee), Der Plan (1998, Japan), Der Berg (2000, Griechenland und Berg Athos), Der Strom (2002, Ägypten), Das Labyrinth (2005, Madeira, Madrid und Lissabon), Das Alphabet der Zeit (2007, Graz), Die Stadt (2009, Wien) und Orkus – Reise zu den Toten (2011 Graz, Wien u.a.) umfasst. 2011 Abschluss des 15-bändigen, in Form einer „Doppelhelix“ zusammenhängenden Doppelzyklus über den „Wahn der Welt“ aus Die Archive des Schweigens und Orkus. 2014 erscheint Grundriss eines Rätsels als eine Art Coda. Seither hat Gerhard Roth an seinem dreiteiligen Venedig-Zyklus gearbeitet, den er 2021 abschließt: Die Irrfahrt des Michael Aldrian (2017), Die Hölle ist leer, die Teufel sind alle hier (2019) und Es gibt keinen böseren Engel als die Liebe (2021). Der Autor hat unzählige Reisen zu den Schauplätzen seiner Romane unternommen, sein die Schreibarbeit begleitendes fotografisches Werk wurde in den letzten Jahren in mittlerweile sechs Fotobänden – Atlas der Stille (2007), Im unsichtbaren Wien (2010), Über Land und Meer (2011), Im Irrgarten der Bilder. Die Gugginger Künstler (2012), Spuren (2017), Venedig. Ein Spiegelbild der Menschheit (2020) – und mehreren Foto- und Materialausstellungen dokumentiert. Gerhard Roth hat für sein umfangreiches Œuvre zahlreiche bedeutende Preise erhalten, unter anderem 2016 den „Großen Österreichischen Staatspreis“. Am 8.2.2022 ist er im Alter von 79 Jahren gestorben. Sein letzter Roman „Die Imker“ wird im Mai 2022 erscheinen.

 

Nachlassbestand

Umfang: dzt. 592 Archivboxen und 8 Diakoffer

Inhalt:

Werke, Korrespondenzen, Lebensdokumente, Sammlungen.

165 Archivboxen mit den handschriftlichen, den Typoskript- u. div. weiteren Fassungen zu sämtlichen Werken (mit Ausnahme der Theaterstücke und der meisten Drehbücher)

46 Archivboxen mit Recherchefotografien sowie 6 Archivboxen und 8 Koffer mit Dias.

166 Archivboxen mit Korrespondenzen mit ca. 3.500 untersch. Korrespondenzpartner*innen (darunter Günter Brus, Peter Handke und Günter Grass).

17 Archivboxen mit Lebensdokumenten

192 Archivboxen mit Sammlungen, davon 91 mit audio-visuellen u. printmedialen Publikationen von und über Gerhard Roth, 64 mit Einladungen und Programmen, 35 mit Recherchematerialien und 2 mit Materialien zur Gründungsphase des Kulturhaus St. Ulrich im Greith

Bearbeitungsgrad: Der Bestand ist großteils feinerschlossen, Detailverzeichnisse zu den Werken, Korrespondenzen und Sammlungen liegen vor. Ca. 40.000 Fotografien von Gerhard Roth sind in einem digitalen Bildarchiv gespeichert.

Signatur: FNI-ROTH

Sperrvermerk: Korrespondenz sowie biografisches Material bzw. Material, das die Intimsphäre Dritter oder geschäftliche Belange betrifft, ist gesperrt bis 10 Jahre nach dem Tod des Autors bzw. seiner Frau.

Erwerbung: Kauf durch das Land Steiermark am 19.9.2001, Schenkung an das Nabl-Institut am 21.9.2001. Miterworben wurden auch sämtliche zu Lebzeiten des Autors hinzukommenden Werke und Materialien, sodass der Vorlass in allen Bereichen kontinuierlich angewachsen ist.

 

Sammlung Erika Roth

Umfang: 11 Archivboxen und 30 Einzelpublikationen
Inhalt:

1 Archivschachtel mit handschriftlichen u. den Ts.- u. div. weiteren Fassungen zu ausgewählten Werken von 1972-1992 (u.a. zu Herr Mantel und Herr Hemd, Lichtenberg, Die schönen Bilder beim Trabrennen u. Eine Reise in das Innere von Wien)

4 Archivschachteln mit Korrespondenzen mit ca. 90 untersch. Korrespondenzpartner*innen v.a. aus den 1970er Jahren (darunter einzelne Briefe v. Max Frisch, Peter Handke, Ernst Jandl, Friederike Mayröcker, Peter Turrini u. Alfred Kolleritsch; umfangreiche private u. geschäftliche Korrespondenz mit Thomas Beckermann u. Korrespondenzkonvolute mit Suhrkamp, Insel, Residenz Verlag u. dem Verlag der Autoren)

1 Archivschachtel mit Lebensdokumenten

5 Archivschachteln mit Sammlungen (Publikationen von u. über Gerhard Roth in Print- wie Audiovisuellen Medien [5 Audiokassetten]) u. 30 Einzelpublikationen (Widmungsexemplare, Periodika mit Beiträgen v. G.R., Texthefte zu Dramen v. G.R. u. Sekundärliteratur zu G.R.)

Bearbeitungsgrad: Der Bestand ist feinerschlossen, ein Detailverzeichnis liegt vor.

Signatur: FNI-ROTH (SLG. Erika ROTH)

Sperrvermerk: Korrespondenz sowie biografisches Material bzw. Material, das die Intimsphäre Dritter oder geschäftliche Belange betrifft, ist gesperrt bis 10 Jahre nach dem Tod des Autors bzw. seiner Frau.

Erwerbung: Ankauf im Rahmen einer Projektförderung des Landes Steiermark, Übergabe am 30.3.2015

Betreuerin/Kontakt

Kontakt

Franz-Nabl-Institut
Elisabethstraße 30/I, 8010 Graz
Telefon:+43 (0)316 380 - 8360 (Sekretariat)
Mobil:+43 (0)316 380 - 8367 (Bibliothek)
Fax:+43 (0)316 380 - 9793

Sekretariat:
Mo-Do 9-12, 14-16 Uhr
Fr 9-12 Uhr

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Mo, Di 9-13 Uhr
Mi, 9-17 Uhr
Do 9-13 Uhr

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