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Klaus Hoffer

geb. am 27. 12. 1942 in Graz, wo er auch heute noch lebt. In den 1960er Jahren studierte er an der Universität Graz zunächst Deutsch, Latein und Kunstgeschichte, nach einem längeren Studienaufenthalt 1964/65 in den USA dann Deutsch und Englisch, beendete sein Studium mit einer Dissertation über Das Bild des Kindes im Werk Franz Kafkas (1970), arbeitete zunächst als freier Journalist und Werbetexter und von 1973-2002 als BHS- und AHS-Lehrer. Von 1970-1973 gehörte er dem "Arbeitskreis österreichischer Literaturproduzenten" an, von 1973-1975 war er erster Generalsekretär der "Grazer Autorenversammlung", daneben seit 1973 Koreferent und von 1981-1984 alleiniger Literaturreferent des Forum Stadtpark.

Bereits Mitte der 1960er Jahre erschienen erste Texte in den "manuskripten", 1979 bzw. 1983 dann die beiden Bände Bei den Bieresch, Halbwegs und Der große Potlatsch, die ihm mehrere Preise und großteils euphorische Kritiken einbrachten. Abgesehen von den kürzeren Buchpublikationen Am Magnetberg (1982) und dem Essay Pusztavolk (1991) wurden in den 1980er Jahren Fragmente zu einem größeren Erzählprojekt mit dem Titel Rutte in den "manuskripten" abgedruckt, an dem der Autor bis heute arbeitet. 2008 veröffentlichte er eine Sammlung von Essays aus mehreren Jahrzehnten unter dem Titel Die Nähe des Fremden.

Um die Vermittlung paradoxaler Lebenserfahrungen am Kipppunkt zwischen Fremd und Eigen, Außen - Innen, Opfer- und Täterschaft, aber auch Lesen und Schreiben, Literatur und Wirklichkeit kreist Hoffers hochgradig intertextuelles Werk – abgesehen von Kafka seien insbesondere die Autoren der Wiener Gruppe, aber auch Borges genannt -, das mit grimmigem Humor die Aporien des Seins in unterschiedlichen Textmustern ausfaltet: von dem als ethnografische Schrift eingekleideten (Entwicklungs-)Roman über die widersprüchlichen Welterklärungssysteme Bei den Bieresch zum Rechenschaftsbericht des "aus den Fugen geratenen" "Zolden" Am Magnetberg bis zu den jüngsten lapidaren "Sprach-Denk-Bildern" über die Möglichkeiten von Erkenntnis.

Seit 1980 erschienen kontinuierlich Übersetzungen Klaus Hoffers aus dem Englischen und zwar von Texten Kurt Vonneguts, Raymond Carvers, Jakov Linds, Nadine Gordimers, Joseph Conrads und Lydia Davis’. Hoffer hatte in den 1980er und 1990er Jahren mehrere Gastdozenturen, u.a. in Deutschland, in den USA und im Senegal, inne, 1985/86 hielt er die erste "Grazer Poetikvorlesung", die unter dem Titel Methoden der Verwirrung. Betrachtungen zum Phantastischen bei Franz Kafka publiziert wurde. Ausgezeichnet wurde er u. a. 1980 für Halbwegs. Bei den Bieresch 1 mit dem Rauriser Literaturpreis, ebenfalls 1980 für Der große Potlatsch. Bei den Bieresch 2 als "work in progress" mit dem Alfred-Döblin-Preis, 1983 für Am Magnetberg. Ein Fragment (1982, Hsp. 1983) mit dem Förderungspreis des österreichischen Bundesministeriums für Unterricht und Kunst, 1986 erhielt er den Literaturpreis des Landes Steiermark und 1992 den "manuskripte"-Preis des Landes Steiermark.

Vorlassbestand:

Umfang: 15 Archivboxen

Inhalt:

Werke, Korrespondenzen, Lebensdokumente, Sammlungen.

3 Archivboxen mit Typoskriptfassungen mit hs. Korr. zu den wichtigsten Werken (mit Ausnahme der Übersetzungen und der Grazer Poetikvorlesung) bis 2008 (inklusive des großteils unpubl. Romanfragments „Rutte“)

5 Archivboxen mit Korrespondenzen mit ca. 75 untersch. Korrespondenzpartnern (darunter Samuel Beckett, Elias Canetti, Peter Handke, Wolfgang Hildesheimer, Elfriede Jelinek u. Kurt Vonnegut)

1 Archivbox mit Lebensdokumenten

6 Archivboxen mit Sammlungen, 3 davon mit printmedialen Publikationen von u. über K.H.

1 Archivbox mit Werken anderer Autoren mit Bezug zu K.H. (Laudationes, Lesungseinleitungen…)

Bearbeitungsgrad: Der Bestand ist feinerschlossen, ein Detailverzeichnis liegt vor.

Signatur: FNI-HOFFER, Klaus

Sperrvermerk: biografisches Material bzw. Material, das die Intimsphäre Dritter oder geschäftliche Belange betrifft, darf ausschließlich mit Zustimmung des Vorlassgebers u. seiner Rechtsnachfolger in welcher Art auch immer veröffentlicht werden.

Erwerbung: Kauf durch das Land Steiermark Jänner 2009, Schenkung an das Nabl-Institut Februar 2009.

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