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Objekt des Monats: Jänner 2019

Freitag, 04.01.2019

Barbara Belic im Gespräch mit Künstlerfreunden Werner Schwabs (2014)

Interviews mit Harald Kostmann (23:17 min.), János Erdödy (27:00 min.), Ursula Molitschnig (20:35 min.), Erni Mangold (14:40 min.), Ernst M. Binder (19:45 min.), Alfred Kolleritsch (16:10 min.) und Günter Schimunek (15:28 min.) in chronologischer Reihenfolge ihrer künstlerischen Zusammenarbeit mit Werner Schwab
Filminterviews: Barbara Belic; Kamera und Technik: David Kranzelbinder

Fleisch, Musik und Sprache, der braune Morast und die präsidialen Größenphantasien, Goethe und Donald Duck, das eigene Leben und die Kunst – alles konnte für Werner Schwab zum Material werden. Er formt daraus seine als „Schwabisch“ berühmt gewordene „Schrottsprache“ und „Kadaverstücke“ mit Figuren wie dem „Drecksepp“ oder dem „Krüppelherrmann“. Mit seinen „Fäkaliendramen“ avanciert er zum meistgespielten deutschsprachigen Theaterdichter der frühen 90er Jahre und stirbt mythenumwoben wie ein Popstar erst 35jährig in der Silvesternacht 1993/94. Seine Stücke werden nach wie vor in aller Welt gespielt und haben bis heute nichts von ihrer Radikalität verloren. Seine hermetische, „absolute“, Sinngrenzen überschreitende Prosa gilt es noch zu entdecken und ihr den gebührenden Rang an der Seite von Antonin Artaud oder Konrad Bayer zuzuweisen.
2018 wäre Werner Schwab 60 Jahre alt geworden. 2014, 20 Jahre nach seinem Tod, haben sich Künstlerfreunde und Weggefährten an den Autor und bildenden Künstler, den mail-art-Produzenten, Heavy Metal-Fan, an den manisch Produzierenden, den exzessiven Grenzüberschreiter, Trinker und Provokateur, den Sohn wider Willen und sensiblen Freund, an gemeinsame Projekte und biografische Details erinnert und zeichnen das Bild einer komplexen, komplizierten, höchst eindrucksvollen Persönlichkeit, der in unaufhörlichen Transformationsprozessen jegliches Lebensmaterial zum „Kunstdünger“ geriet.
Die sieben Filminterviews, die Barbara Belic mit Ernst M. Binder, János Erdödy, Alfred Kolleritsch, Harry Kostmann, Erni Mangold, Ursula Molitschnig und Günter Schimunek führte, wurden für die Ausstellung „Haufenweise Schwab. Eine Nachlassausstellung mit Fortsätzen anlässlich des 20. Todestags“ (Literaturhaus Graz, 25.3.-30.4.2014, kuratiert von Daniela Bartens) in Auftrag gegeben und dort mit zahlreichen Originaldokumenten und Begleitmaterialien präsentiert. Anlässlich des 60. Geburtstags werden sie nun im Rahmen eines umfangreichen Dossier online zu Werner Schwab (2018) einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Auswahl der Gesprächspartner erfolgte mit dem Ziel, auch bisher in der Schwab-Forschung ungehörte und in der Summe möglichst heterogene Stimmen aus unterschiedlichen Lebensphasen zu Wort kommen zu lassen. Ausschlaggebend war auch der Aspekt der Zusammenarbeit (von den frühesten Kunstäußerungen als Gitarrist über die Zeiten in der Galerie Cool Tour, das Studium an der Akademie der Bildenden Künste bei Bruno Gironcoli bis zu den frühen Kooperationen am Theater, gemeinsamen Lesungen und letzten, unfertig gebliebenen Text-Bild-Projekten). Es handelt sich um eine einigermaßen repräsentative Auswahl, die aber keine Vollständigkeit für sich in Anspruch nimmt – Fortsetzungen sollten folgen.

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Daniela Bartens

 

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