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Ödön von Horváth: Frühe Dramen

Donnerstag, 25.04.2019

Im ersten Band der historisch-kritischen Ausgabe werden die frühen Dramen Horváths erstmals vollständig publiziert.

Die frühesten Texte Ein Epilog und Mord in der Mohrengasse (beide 1923/24) und das erst 2015 wiederentdeckte Drama Niemand (1924) stehen noch deutlich unter expressionistischem Einfluss. Mit Die Bergbahn und Zur schönen Aussicht (beide 1927) entwickelt Horváth sein „neues Volksstück", wie er es in der Gebrauchsanweisung (1932) beschreibt. Die Posse Rund um den Kongreß (1929) ist ein deutlicher Vorläufer von Geschichten aus dem Wiener Wald (1931).

Da Horváth in seinen frühen Jahren als Schriftsteller fast alle Manuskripte und Typoskripte von bereits fertiggestellten und gedruckten Texten vernichtet hat, ist nur wenig genetisches Material zu den frühen Dramen überliefert. Der Band lässt dennoch die Entwicklung des Autors von seinen Anfängen nachvollziehen und zeigt, wie er mit verschiedenen Gattungen experimentierte – Dramatische Skizze, Schauspiel, Tragödie, Volksstück, Komödie, Posse. Da die meisten der frühen Dramen – mit Ausnahme der Bergbahn und ihrer Vorstufe Revolte auf Côte 3018 – zu Lebzeiten des Autors unaufgeführt blieben, wurden sie bei ihrer Uraufführung in den 1960er und 1980er Jahren sowie, im Fall von Niemand, im Jahr 2016, vor allem auf der Folie des späteren Werks gelesen, das dem Autor erst sein Renommee einbrachte.

Ödön von Horváth: Wiener Ausgabe sämtlicher Werke. Bd. 1: Frühe Dramen. Hrsg. von Nicole Streitler-Kastberger. Berlin: De Gruyter 2019. VI, 536 Seiten

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