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Objekt des Monats: April 2019

Mittwoch, 24.04.2019

„Für Gunter Falks Haikus maßgebliche Information“. Eine Haiku-Zusammenstellung in der „Sammlung Mixner“

Titelblatt und Einleitung der Typoskriptfassung mit hs. Korr. einer Sammlung von japanischen Haikus aus mehreren Jahrhunderten mit dem Titel Haiku, ohne Herausgeber- und Übersetzerangaben, undat., 184 Bl., hier Bl. 1-3, aus der „Sammlung Mixner“ am Franz-Nabl-Institut für Literaturforschung, Signatur: FNI-Rundfunktexte (SLG Mixner)-TA 036/03

In jener Systematik, die der ehemalige Leiter der Hörspielabteilungen des ORF Landesstudios Steiermark, später von Ö1 und schließlich des SFB, Manfred Mixner, für seine 2003 an das Franz-Nabl-Institut übergebene Sammlung von Rundfunktexten und -materialien selbst erstellt hat, findet sich folgender Eintrag:

652 – TA 036/03
NN
Haiku (kommentierte Anthologie von Haikus, für Gunter Falks Haikus maßgebliche Information)
Durchschlag des Autorentyposkripts, in Klebebindung, 184 Seiten

Es handelt sich um eine in unscheinbares graues Kartonpapier gebundene Typoskriptfassung mit Durchschlägen von ausgewählten Haiku-Übersetzungen, deren Originaltexte der berühmten vierbändigen Sammlung von R. H. Blyth Haiku (Tokyo: Hokuseido 1947) sowie einer zweiten japanischen Anthologie von Asataro Miyamori (Tokyo: Maruzen 1932) entstammen. Wobei die Gliederung des Readers den „fünf Jahresabschnitten (Neujahr, Frühling, Sommer, Herbst und Winter)“ folgt, deren Evokation mittels bestimmter Codewörter, wie etwa „Kirschblüte“, zugleich (jahres-)zeitliche und räumlich-pikturale Vorstellungen aufruft. Den fünf Hauptkapiteln sind jeweils kurze Einführungen mit einer kursorischen Herleitung des codierten Jahreszeitenvokabulars aus den jeweiligen Natur-Gegebenheiten (Tiere, Pflanzen, Klima…) in Japan vorangestellt. Wer die Haikus ausgewählt, angeordnet, übersetzt und fallweise kommentiert hat, lässt sich dem vergilbten Exemplar nicht entnehmen. Ergänzt wird es in Mixners Sammlung durch zwei deutlich weniger umfangreiche, offensichtlich von demselben Verfasser stammende, rot bzw. grün kartonierte Reader zu den beiden japanischen Lyrik-Gattungen des „Tanka“ bzw. des „Senryu“, die ebenfalls keine Verfasserangaben aufweisen. Ein kleiner Hinweis findet sich allerdings in dem „Tanka“-Heft, werden dort doch wenigstens die Initialen des Übersetzers genannt: „übertragen von G.C.“
Erst durch Mixners Hinweis auf deren Bedeutung für Gunter Falk werden die drei undatierten Textsammlungen eines unbekannten Verfassers für die Forschung relevant...

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Am 30.4. liest Manfred Mixner im Literaturhaus Graz aus seiner neuen Aufsatzsammlung mit literaturwissenschaftlichen Werk-Interpretationen, Versuche Geschichten zu verstehen (keiper 2019), in der unter anderen sein Essay über Gunter Falks Haikus wiederabgedruckt ist.

Daniela Bartens

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