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Horváth-Ausstellung in München

Montag, 27.05.2019

„Ich denke ja garnichts, ich sage es ja nur.“ – Ödön von Horváth und das Theater

24.5. bis 17.11.2019, Deutsches Theatermuseum, Galeriestraße 4a (Hofgartenarkaden), 80539 München

Eine Ausstellung des Deutschen Theatermuseums (München) in Kooperation mit dem Theatermuseum (Wien) und dem Franz-Nabl-Institut (Graz)

KuratorInnen: Nicole Streitler-Kastberger und Martin Vejvar
Konzept: Andreas Kugler
Gestaltung: Peter Karlhuber und Gerhard Spring

Die bis heute ungebrochene Faszination, die Ödön von Horváths Stücke ausüben, ebenso wie die politisch-kulturelle Aktualität der darin verhandelten Themen sind die grundlegenden Impulse, die der Ausstellung im Theatermuseum zugrunde liegen. Anhand dreier ausgewählter Stücke, Italienische Nacht, Geschichten aus dem Wiener Wald (beide 1931) und Kasimir und Karoline (1932) werden den BesucherInnen verschiedene Zugänge zum Werk Horváths, seinem Verhältnis zum Theater aber auch zu den Kontexten der Weimarer Republik ermöglicht. Dabei gilt ein besonderes Augenmerk der Horváths Œuvre durchziehenden Themenreihe Erotik, Politik und Ökonomie.

In der Ausstellung werden Materialien Horváths gezeigt, die seinem Nachlass am Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek und der Wienbibliothek im Rathaus entstammen. Entwürfe und frühe Fassungen zu seinen bekannten Werken geben Einblick in die spezifische Arbeitsweise des Autors, seine kunstvolle Verwendung und literarische Aufladung trivialer Szenen und kolportagehafter Vorlagen ebenso wie seine eminent theaterpraktische Denkweise. Eine wichtige Quelle für diesen Aspekt der Ausstellung ist auch die historisch-kritische Wiener Ausgabe sämtlicher Werke Ödön von Horváths, die von den KuratorInnen editorisch betreut wird und seit 2005 am Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek und seit 2015 am Franz-Nabl-Institut der Universität Graz entsteht. Die Materialien aus dem Nachlass Horváth werden in der Ausstellung ergänzt um zahlreiche Objekte aus Archiven, Museen und Bibliotheken des gesamten deutschsprachigen Raums, die Horváths Leben und Werk sowie die spezifische Kultur der Zwischenkriegszeit beleuchten. Ein besonderer Fokus der Münchener Adaption der Ausstellung, die bereits im Theatermuseum in Wien erfolgreich gezeigt wurde, liegt auf Horváths biographischer und literarischer Beziehung zu München und Murnau am Staffelsee. Zur Ausstellung ist ein umfangreicher und reich bebilderter Begleitband mit dem Titel „Ich denke ja garnichts, ich sage es ja nur.“ Ödön von Horváth: Erotik, Ökonomie und Politik (hg. von Nicole Streitler-Kastberger und Martin Vejvar, Jung und Jung Verlag 2018) erschienen.

Rezension dazu in der Süddeutschen Zeitung

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