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Universität Graz Geisteswissenschaftliche Fakultät Franz-Nabl-Institut für Literaturforschung Neuigkeiten Leihgaben für das Literaturmuseum der ÖNB
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Dienstag, 24.03.2015

Leihgaben für das Literaturmuseum der ÖNB

Am 18.4.2015 wurde nach mehrjähriger Vorbereitungsphase das Literaturmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek im Grillparzerhaus, dem ehemaligen k. und k. Hofkammerarchiv, eröffnet. Das Franz-Nabl-Institut für Literaturforschung hat auf Wunsch der Wiener Ausstellungsmacher für eine zwischen 6 Monaten und 5 Jahren variierende Leihdauer Materialien aus seinen Vor- und Nachlassbeständen zu Reinhard P. Gruber, Klaus Hoffer, Gerhard Roth und Werner Schwab kostenlos zur Verfügung gestellt. Ausgewählt wurden Notizen, händische und Typoskriptfassungen, Fotos und Plakate sowie dreidimensionale Objekte, die großteils in der Themenfläche „Das Dorf“ gezeigt werden.
Die Festlegung der Autoren erfolgte durch die  Kuratoren an der ÖNB, die endgültige Objektauswahl aus einer deutlich umfangreicheren Liste mit Materialvorschlägen des Nabl-Instituts wurde ebenfalls in Wien vorgenommen.

 

Vorlass Reinhard P. Gruber:

  • Schulheft „Heimatkunde 3a“ 
  • Zur Typologie des Steirermenschen [Ausschnitt einer Vorstufe zu „Aus dem Leben Hödlmosers. Ein steirischer Roman mit Regie“, die unter dem Titel „steirer. geografische literatur“ in manuskripte (1971), H. 33, publiziert und fast wortgleich 1973 in den Roman übernommen wurde.], Typoskript mit hs. Korr., 2 Bl


  • Rede zur Ent-Grabung, Typoskript, 2 Bl.
    [„Grubers Hödlmoser-Manuskript wurde im Juni 1985 mit dem Styria Wagen des Bildhauers Gero Schwanberg und zahlreichen symbolischen Opfergaben ausgestellt, der Autor las dazu aus dem Hödlmoser. Am 29. Juni erfolgte die „Ent-Grabung“ beim Zirbitzkogel.
    im styria-wagen befand sich das hödlmoser-originalmanuskript in einem verschweißten doppelkopf aus kunststein und plastik. zu sehen ist mein gesicht nach einem gipsabdruck, also mein verschweißtes doppelgesicht. gemeinsam mit diversen grabbeigaben, die ein geladenes publikum mitbrachte, wurde der wagen etwa 3 oder 4 meter tief vergraben - das loch war tage davor von einem kleinen bagger gemacht worden -, an der oberfläche zugedeckt mit einem steirischen panther aus kunststein, der 600 kg schwer war, darauf wurde erde gegeben und grassamen darübergestreut, sodass später nichts mehr auf den grabungsort hinwies. gero schwanberg nannte die aktion „entgrabung“ - eine anspielung auf das wortspiel mit „ENDGRABUNG“ -, weil er sie als aktion für die zukunft der archäologie betrachtete. heute wissen nur mehr die damals anwesenden noch genau, wo dieser ort einst zu finden sein wird.1“]2
    1
    Reinhard P. Gruber: E-Mail an Bernadette Wilhelm v. 2.8.2011 [Antwort auf Fragen zur Vita].
    2
    Bernadette Wilhelm: Vita. In: Reinhard P. Gruber. Hrsg. v. Daniela Bartens u. Gerhard Fuchs. Graz/Wien: Droschl 2011. (= Dossier. 30.) S. 236.
  • Gipsskulptur eines Steirerhuts, Abguss einer Grabbeigabe für die „Ent-Grabungsaktion“

 

Vorlass Klaus Hoffer:

  • Plakat zu „Halbwegs. Bei den Bieresch 1“


  • Zitatliste aus „Gyula Illyés: Die Puszta“, Typoskript mit hs. Anm. u. Markierungen u. masch.  Unterstr.
  • Ausschnitt aus „Pusztavolk“ [über die Wohnverhältnisse der Meierhofleute mit Illyés-Zitat aus obiger Zitatliste], Typoskript mit hs. Korr. u. masch. Unterstr.


Vorlass Gerhard Roth
:

  • Seitenumbruch des Covers von Zeitmagazin 16 v. 11.4.1980 mit vier Fotos von Gerhard Roth aus der Region und dem Untertitel „Land an der Grenze. Notizen des Schriftstellers Gerhard Roth über ein abgelegenes Dorf, das nur vermeintlich eine Idylle ist“


  • Verschließbares schwarzes Kästchen (26,5 x 17,5 x 4,5 cm) mit Aufschrift „Mikroskopische Präparate“. Darin: 96 gläserne Objektträger mit biologischen Präparaten


  • Ausschnitt aus „Der Stille Ozean“ [mit Textstelle über das Mikroskopieren], Typoskript mit hs. Korr., S. 167


  • 7 Fotos von Gerhard Roth zum Thema „Mikro- und Makrokosmos des Landlebens“ aus den Jahren 1976-2006


  • Hs. Schauplatzskizze zum Ende des Romans „Der Stille Ozean“ mit der Menschenjagd auf den Amokläufer Lüscher


  • Zeitungsartikel „Wolfgang Exel u. Hans Peter Hasenöhrl: Nach dem verlorenen Prozeß lief Bauer Amok: Vier Tote! In: Kronen Zeitung (Wien) v. 19.10.1973“ [über den Amokläufer Lorenz Rieschl (= Lüscher bei Gerhard Roth)] mit hs. Unterstr. und Anm.


  • Notizzettel zum Ende des Romans „Der Stille Ozean“ mit hs. Exzerpten aus Zeitungsartikeln und Notizen zum Tathergang mit Bleistiftdurchstreichungen der im Text verwendeten Teile


  • Ausschnitt aus dem Ende des Romans „Der Stille Ozean“ [Gründe und Tathergang des Amoklaufs], Typoskript mit hs. Korr. und Nummerierung, S. 241


  • 2 Recherchefotos des Ehepaars Kürbisch, das als Vorlage für das „alte Ehepaar“ im Roman „Der Stille Ozean“ dient, von Gerhard Roth


  • Ausschnitt eines entsprechenden Romankapitels aus „Der Stille Ozean“ [über die armseligen Lebensverhältnisse des Ehepaars], Typoskript mit hs. Korr., S. 170f., 2 Bl.


Nachlass Werner Schwab:

  • Arbeitsbuch C01
    Beschreibung: Notizbuch (schwarz mit rotem Rücken), 20,5 x 33 cm, liniert, undat. [1986, 1.7.1987, lt. Angabe Ingeborg Orthofer], 94 Bl. (pag. 3-6), davon von vorne 79 Bl. meist beids. hs. beschr. und von hinten 1 Bl. mit Zeichnung, Blätter tw. ausgeschnitten, mit zahlreichen Zeichnungen

 

Die Copyrights für die Texte liegen bei den Autoren, Fotos von Gerhard Roth © Franz-Nabl-Institut / Gerhard Roth

 

Bearbeiterin: Daniela Bartens

 

 


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