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Objekt des Monats: September 2017

Eine Topographie der Toten. Versuch einer visuellen Aufschlüsselung von Elfriede Jelineks Die Kinder der Toten

„Das Land braucht oben viel Platz, damit seine seligen Geister über den Wassern ordentlich schweben können.“
Das Land, von dem in Elfriede Jelineks Roman Die Kinder der Toten die Rede ist, ist einmal mehr Österreich, von den Mürztaler Alpen bis Wien, von Mariazell bis Graz, von 1945 bis in die Gegenwart und die seligen Geister, die da schweben, sind namhafte Prominente und namenlose Unbekannte, sie heißen „Karl Schubert, Franz Mozart, Otto Hayden“ und unter ihnen tummeln sich auch noch „ein paar Millionen zerquetschte“. Jelinek hat einen Großteil der Handlung ihres Romans mit der Obersteiermark, der Region ihrer Kindheit, genau verortet. Eine Vielzahl an Schauplätzen – von einem aufgelassenen Speicherbecken am Fuße des Niederalpls bis zur ominösen Bergpension Alpenrose – basieren auf konkreten Orten, Bezugspunkten aus der frühen Biografie der Autorin.

Die Zeichnungen, die im Rahmen einer Lehrveranstaltung zu Jelineks Roman am Franz-Nabl-Institut entstanden sind, versuchen eben jene Tiefenstrukturen zu veranschaulichen und anhand von inhaltlichen Bezugspunkten zu visualisieren. Die Studenten haben sich ein ganzes Semester mit dem Roman auseinandergesetzt, um neben der Topographie der einzelnen Handlungsorte, die unterschiedlichen medialen Kanäle zu analysieren, in denen sich Jelinek mit ihrem Roman bewegt, die sie wiedergibt, kontrastiert und konterkariert.

Im Rahmen des heurigen Jelinek-Schwerpunkts des Steirischen Herbsts findet vom 19. bis 21. Oktober im Literaturhaus Graz ein Symposion zu Elfriede Jelinek Toten-Roman statt. Lesungen, wissenschaftliche Vorträge, Performances und eine Ausstellung sollen unterschiedliche Perspektiven auf den Roman eröffnen und neue Lesearten und Interpretationen ermöglichen.

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